Schiffrin & Barroway, LLP


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1. Was ist eine Sammelklage?

Eine Sammelklage ist eine Klage, die eine natürliche oder juristische Person stellvertretend für und im Namen anderer natürlicher oder juristischer Personen erhebt, die sich in Bezug auf den Beklagten in einer vergleichbaren Lage befinden. Eine Sammelklage ist angebracht, wenn viele Personen vom Verhalten eines Unternehmens in gleicher oder ähnlicher Weise betroffen sind.

2. Was ist die Class Period?

Die so genannte „Class Period“ ist der anspruchsrelevante Zeitraum, in dem sich das beklagte Unternehmen unlauter verhalten haben soll. Die Anwälte, die einen Fall untersuchen und verfolgen, bestimmen anhand der vorliegenden Fakten und in Zusammenarbeit mit dem vom Gericht ernannten Leitkläger den Beginn und das Ende der Class Period. Manchmal wird nach Einreichen einer ersten Klage im weiteren Verlauf der Untersuchungen die Class Period verlängert oder verkürzt. Wenn Sie während der Class Period Aktien eines Unternehmens gekauft haben, werden Sie automatisch ein Mitglied der Klägergemeinschaft, auch wenn Sie keinen Anwalt mit der Vertretung Ihrer Ansprüche beauftragt haben. Diese Mitgliedschaft in der Klägergemeinschaft gilt übrigens auch für Sammelklagen bei Verbraucherbetrug und in Kartellprozessen. Wenn Sie beispielsweise Waren von einem Unternehmen gekauft haben, das beschuldigt wird, in dem entsprechenden Zeitraum der Class Period unlautere Vermarktungspraktiken angewendet zu haben, werden Sie ein Mitglied der Klägergemeinschaft in einer Betrugs-Sammelklage, selbst wenn Sie persönlich keinen Anwalt eingeschaltet haben.

3. Was ist ein Leitkläger (lead plaintiff)?

Der Leitkläger (lead plaintiff) wird gemäß der Bundeswertpapiergesetze vom Gericht innerhalb von 90 Tagen nach der Bekanntgabe der Anhängigkeit der Sammelklage ernannt. Das Gericht wählt ein Mitglied oder mehrere Mitglieder der Klägergemeinschaft als Leitkläger aus, wenn es von ihm oder ihnen die bestmögliche Vertretung der Interessen der abwesenden Mitglieder der Klägergemeinschaft erwartet. In der Regel werden diejenigen Investoren mit den größten finanziellen Verlusten zum Leitkläger ernannt. Je nach Lage des Falls benennen die Gerichte Einzelpersonen, Personengruppen, institutionelle Investoren, Gruppen von Institutionen oder auch Kombinationen hiervon zum Leitkläger. Der Leitkläger beauftragt schließlich die Anwälte seines Vertrauens mit der Vertretung seiner Interessen und derjenigen der gesamten Klägergemeinschaft. Die gewählte Anwaltskanzlei fungiert nach Zustimmung seitens des Gerichts als so genannter „Hauptrechtsbeistand“ (lead counsel).

4. Wie lange dauert eine Sammelklage?

Die Dauer einer Sammelklage variiert je nach zugrundeliegendem Sachverhalt, den beteiligten Parteien und dem zuständigen Gericht. Eine Dauer von bis zu drei Jahren ist für eine Sammelklage nicht ungewöhnlich.

5. Was ist ein Rechtsstreit auf Erfolgshonorarbasis?

In den USA ist die Abwicklung von Rechtsstreitigkeiten auf Erfolgshonorarbasis weit verbreitet. Sie hat zur Folge, dass die Anwälte nur dann bezahlt werden, wenn sie den Rechtsstreit gewinnen oder es zu einer gütlichen Einigung kommt. Anwälte, die auf Erfolgshonorarbasis praktizieren, erhalten vom Mandanten meist keinen Vorschuss, wenn sie mit der Arbeit an einem Prozess beginnen. Die Anwaltshonorare werden erst bezahlt, wenn der Prozess durch einen Vergleich oder ein Urteil erfolgreich abgeschlossen wurde. Als Mandant von SBTK tragen Sie keinerlei Kosten, da es die Rechtssprechung in Pennsylvania SBTK ermöglicht, die gesamten anfallenden Kosten für den Mandanten vorzustrecken. Honorare für unsere Partnerkanzlei Winheller Rechtsanwälte fallen für Sie ebenfalls nicht an, da wir die Kosten unserer deutschen Kollegen im Innenverhältnis übernehmen. SBTK wickelt nahezu alle Fälle auf Erfolgshonorarbasis ab.

6. Welche Kosten entstehen bei einer Sammelklage?

Weil SBTK Sammelklagen auf Erfolgshonorarbasis durchführt, fallen für Sie als Mandant keinerlei Kosten an – unabhängig vom Ausgang des Falls. Wenn wir für die Klägergemeinschaft einen Gewinn erzielen, stellen wir bei Gericht einen Antrag hinsichtlich unseres Honorars, damit unsere Arbeit entsprechend entlohnt wird. Bei Wertpapier-Sammelklagen entspricht das Anwaltshonorar in der Regel einem Prozentsatz des für die Klägergemeinschaft erzielten Ergebnisses. Die genauen Prozentsätze variieren in Abhängigkeit von der Höhe des erzielten Gewinnes für die Klägergemeinschaft, der Länge und Komplexität des Streits sowie zahlreichen weiteren Faktoren.

7. Entspricht die Höhe des Schadensersatzes meinen tatsächlich erlittenen Verlusten?

Schadensersatzzahlungen unterliegen komplexen rechtlichen Berechnungen. Die Höhe des ermittelten Schadensersatzes kann, muss aber nicht Ihren tatsächlichen wirtschaftlichen Verlusten entsprechen. Zur Ermittlung des Schadenersatzes in Wertpapier-Sammelklagen beauftragt der Hauptrechtsbeistand in der Regel Fachleute, die den Betrag bestimmen, um den der Wert der Aktien des Unternehmens während der anspruchsrelevanten Class Period künstlich erhöht war. Da Aktienkurse von vielen unterschiedlichen Faktoren beeinflusst werden, entspricht der ermittelte Schadenersatz nicht unbedingt Ihren tatsächlichen wirtschaftlichen Verlusten.

8. Muss ich meine Aktien behalten, um mich an einer Wertpapier-Sammelklage beteiligen zu können?

Nein. Solange Sie die Aktien während der anspruchsrelevanten Class Period gekauft haben, können Sie an jedem Rückgewinn zu Gunsten der Klägergemeinschaft beteiligt werden, auch wenn Sie Ihre Aktien zwischenzeitlich verkauft haben.

9. Warum sollte ich Schiffrin Barroway Topaz & Kessler mandatieren?

SBTK ist seit fast 20 Jahren auf Sammelklagen spezialisiert und hat während dieser Zeit alle Arten von Investoren in Fragen der finanziellen Entschädigung für Verluste durch Betrug oder sonstiges Fehlverhalten vertreten. SBTK hat sich in den Vereinigten Staaten einen hervorragenden Ruf erarbeitet und in der Vergangenheit bereits mehr als eine Milliarde US-Dollar für die Opfer von Unternehmensbetrug und sonstigem Fehlverhalten erstritten. In der Zusammenarbeit mit unserer Partnerkanzlei Winheller Rechtsanwälte sehen wir einen weiteren Schritt zu noch mehr Service und noch besserer Beratungsleistung für unsere europäischen Mandanten insbesondere aus dem deutschsprachigen Raum.